Über eine Flaschensammlerin
Das Thema ist mir nicht neu. Ich wurde über einen Beitrag (https://www.instagram.com/reel/DXM49rAjwG-/?utm_source=ig_web_button_share_sheet&igsh=MzRlODBiNWFlZA==) auf dem Instagram-Kanal des Format Mensch Bayern (Bayerischer Rundfunk) darauf aufmerksam. Den vollständigen Beitrag kann man sich in der ARD-Mediathek (https://www.ardmediathek.de/video/schwaben-altbayern/roswitha-die-flaschensammlerin/br/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdC9GMjAyNVdPMDIxNjE0QTAvc2VjdGlvbi9kMDQ3NThlOS0zYTcyLTQ5YjYtOTRhZC1hNThiMDFkYWM0NjY) anschauen. Roswitha wird regelmäßig von der Lichtblick Seniorenhilfe (https://seniorenhilfe-lichtblick.de/) unterstützt. Das Moderationsteam hat die Kommentarfunktion zum Instagram-Beitrag deaktiviert. Meiner Meinung nach zurecht. Als ich den Post das erste mal las und inzwischen noch mal, war klar warum. Allen die mit dem Thema vertraut sind dürfte sicher bewusst sein warum. Nicht nur wegen Hass und Hetze, auch weil es leider nicht wenige gibt die direkt unterstellen ihre drei Söhne könnten sie unterstützen und würden dies bewusst nicht. Inzwischen hat man den Instagram-Post um einen Zusatz der Lichtblick Seniorenhilfe erweitert, dass Roswitha ihre Söhne nicht verurteilt und sie von diesen innerhalb deren Möglichkeiten durchaus unterstützt wird.
Respekt vor Roswitha, dass sie keine Scheu hatte mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen und der positiven Einstellung. Das man, auch wenn man von Armut betroffen ist, eine Gewinnerin sein kann. Bei einem Angebot eines Träger das ich regelmäßig nutze tun viele das nicht. Mir ist bewusst das es nicht einfach ist und man weiß in der Regel ja auch nicht um die genauen Hintergründe der Menschen. Es gibt aber trotzdem manche die lieber ständig auf hohem Niveau jammern und hetzen was das Zeug hält, statt sich selbst zu reflektieren. Selbstverständlich ist jedwede berechtigte Kritik am Hilfesystem der öffentlichen Hand oder der Politik legitim. Andererseits kann man diesen wie den Trägern der Angebote keinen Vorwurf machen wenn es Angebote gibt, Menschen aber nicht bereit sind den ersten Schritt zu gehen. Unterstützung zuzulassen.
Was ich auch schlimm finde wie manche Geschäfte versuchen den Flaschensammler*innen einen Stein in den Weg zu legen, was wissentlich nicht zulässig ist, indem sie die Anzahl der Flaschen die man abgeben kann begrenzen. Beispielsweise im Hauptbahnhof in Köln bei REWE To Go oder in der Yorma´s Filiale. Maximal zehn Flaschen. Oder in einer REWE Filiale in der Innenstadt, wo man von haushaltsüblichen Mengen spricht, ohne dies genau zu definieren.